
Um 1000 bestand im Ohrnwald eine Zelle, von der es wahrscheinlich ist, dass sie mit Kupferzell gleichzusetzen ist. Der Ohrnwald war bis zum Beginn des 11. Jh. siedlungsfrei. An dem Zusammenfluß der Quellflüsse der Kupfer lebte vermutlich in einer Zelle ein Mönch aus dem Kloster Feuchtwangen. Die Zelle könnte später im Stift Öhringen aufgegangen sein. Da der Dekan H. de Celle von 1236 wohl auf Kupferzell zu beziehen ist, muss sich in Anlehnung an die Zelle nach 1000 eine Siedlung entwickelt haben. Die Erwähnung des Dekans setzt auch das Bestehen einer Pfarrkirche voraus. Die aus der Zelle des Einsiedlers hervorgegangene Kapelle wurde wohl in eine Kirche umgewandelt. Da Kupferzell im Würzburger Liber Synodalis von 1453 als "Frawen Celle" bezeichnet wird, war die Kirche wahrscheinlich der Hl. Maria geweiht. Der Ortsname lautet im Spätmittelalter stets Celle, eine nähere Lokalisierung gibt der Zusatz "uf dem Ornwald". Erst im 16. Jh. kommt der heutige Name nach der Ortslage an der Kupfer auf.


| um 1000 | Der Ohrnwald bleibt bis zum Beginn des 11. Jh. siedlungsfrei. An dem Zusammenfluss der Quellflüsse der Kupfer lebt vermutlich in einer "Celle" ein Mönch aus dem Kloster Feuchtwangen. |
| nach 1000 | Aus der Zelle des Einsiedlers geht eine Dorfsiedlung hervor. |
| um 1200 | Noch unter den Herren von Bachenstein wird die aus der Zelle des Einsiedlers hervorgegangene Kapelle in eine Kirche umgewandelt. Ein Herrenhof wird geschaffen, wahrscheinlich auf dem Grund des späteren Schlosses und seiner Güter. |
| 1236 | Erwähnung des H. de Celle als Dekan des Landkapitels Hall-Künzelsau, gleichzeitig erste urkundliche Erwähnung von Kupferzell. |
| 1348 | Kupferzell wird im Liber feudorum des Bischofs Albrecht von Würzburg als "Celle under Waldenberg auf dem Orenwald" bezeichnet. |
| 1352 | Das Diplom von Gnadental nennt die "marg zu Zelle uf dem Orenwalde". |
| 1410 - 1420 | Erwähnung eines Marquardt von Bachenstein als Vogt von Kupferzell. |
| 1418 | Kupferzell erhält durch Kaiser Sigismund das Recht zur Einrichtung eines Dorfgerichts, bestellt werden ein Richter und zwölf Beisitzer. |
| 1453 | Kupferzell wird im Würzburger Liber Synodalis als "Frawen Celle" bezeichnet. |
| 1540 | Kupferzell wird lutherisch, Pfarrer Simon Knauß predigt als einer der ersten Pfarrer in Hohenlohe lutherisch. |
| 1682 | Kupferzell wird Sitz eines Amtes. |
| 1684 | Kupferzell gehört zum Haus Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst. |
| 1721 - 1729 | Graf Philipp Ernst von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst läßt das Schloss als Residenz der Linie Hohenlohe-Schillingsfürst errichten. |
| 1732 - 1733 | Johann Christian Wibel, der spätere Verfasser der bekannten "Hohenloher Kyrchen- und Reformationshistorie" wirkt als evangelischer Pfarrer in Kupferzell. |
| 1745 | Johann Friedrich Mayer wird evangelischer Pfarrer in Kupferzell. |
| 1820 - 1850 | In der König-Wilhelms-Grube bei Westernach wird Vitriol unter Tage abgebaut. |
| 1849 | Der katholische Pfarrer Bernhard Wahler wird als Heilkundiger bekannt. |
| 1892 | Bau der Bahnlinie Waldenburg-Künzelsau und Errichtung des Bahnhofes Kupferzell. |
| 1897 | Bau des Getreidelagerhauses durch Schultheiß Wilhelm Dutt. |
| 1986 | 750-Jahr-Feier in Kupferzell. |